Der versöhnte Menschenfeind (Schiller)

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🎭
Der versöhnte Menschenfeind
Fragment
1790
Inhaltsangabe des Buches
Das Original liest sich in 47 Minuten
Kurzbeschreibung
Ein menschenfeindlicher Gutsbesitzer lebte zurückgezogen mit seiner Tochter. Er erzog sie zur Vollkommenheit als Werkzeug seiner Rache. Trotz ihrer heimlichen Liebe musste sie Ehelosigkeit geloben.

Sehr kurze Zusammenfassung

In einem abgeschiedenen Park lebte ein wohlhabender Gutsbesitzer zurückgezogen von der Welt.

👨🏻‍🦳
von Hutten — verbitterter menschenfeindlicher adliger Gutsbesitzer, 50 Jahre alt, wohlhabend, von schlechten Erfahrungen mit Menschen gezeichnet, intelligent und gebildet.

Seine einzige Gesellschaft war seine Tochter, die er von der Außenwelt fernhielt.

👱🏻‍♀️
Angelika von Hutten — 19 Jahre alt, Tochter von Hutten, schön, sanftmütig, zwischen Liebe zum Vater und eigenen Gefühlen hin- und hergerissen.

An seinem fünfzigsten Geburtstag kamen seine Untertanen, um ihm zu danken, doch er wies sie schroff zurück. In einem Gespräch mit seiner Tochter offenbarte er seine tiefe Verbitterung gegenüber der Menschheit und verlangte von ihr das Versprechen, niemals zu heiraten. Angelika, die heimlich in einen jungen Mann namens Rosenberg verliebt war, gab dieses Versprechen nur widerwillig.

In einem Monolog enthüllte von Hutten seine wahren Absichten: Er hatte seine Tochter zu einem Werkzeug seiner Rache an der Menschheit erzogen.

Ich habe dich meiner Rache erzogen... Streue Segen um dich, wie eine beglückende Gottheit! Uebe Thaten aus, die das Licht nie beleuchtet hat! Spiele mit den Tugenden...

Er plante, sie als vollkommenes Wesen in die Gesellschaft zu führen, damit sie durch ihre Tugend und Schönheit die Menschen ihre Unwürdigkeit spüren ließe - eine raffinierte Form der Rache an einer Welt, die ihn enttäuscht hatte.

Ausführliche Zusammenfassung nach Szenen

Die beschreibenden Titel der Szenen sind redaktionell.

Szene 1. Angelikas Gespräch mit dem Gärtner

In einem Park warteten Angelika von Hutten und ihre Tante Wilhelmine auf einen Besucher. Während Wilhelmine sich in eine Laube zurückzog, holte sich Angelika Blumen beim Gärtner Biber.

👩🏻
Wilhelmine von Hutten — Stiftsdame, Tante von Angelika, mittleren Alters, verständnisvoll und besonnen.
👨🏻‍🌾
Gärtner Biber — Gärtner auf dem Gut, mittleren Alters, pflichtbewusst und emotional engagiert, sehnt sich nach Anerkennung seines Herrn.

Biber klagte darüber, dass sein Herr, von Hutten, den Park nie besuchte und seine Arbeit nicht würdigte. Trotz der hohen Bezahlung sehnte er sich nach Anerkennung. Er bat Angelika, ihren Vater zu überreden, die Baumschule zu besuchen, doch sie erwiderte resigniert, dass alle bisherigen Versuche gescheitert seien.

Szene 2. Angelikas Sorgen um Rosenbergs Besuch

Nach Bibers Abgang unterhielten sich Angelika und ihre Tante über den erwarteten Besuch von Rosenberg. Angelika äußerte ihre Bedenken über das Zusammentreffen zwischen ihrem Vater und ihrem Geliebten.

👨🏻
Rosenberg — junger Adliger, Angelikas heimlicher Geliebter, selbstbewusst und idealistisch.

Diese Blume, gewartet von meinem Kummer, mit meinen Thränen bethaut, darf von der Freude Hand nicht gebrochen werden. Die erste Thräne, die du der Liebe weinst, vermischt dich wieder mit diesem Geschlechte.

⚠️ Dieses Zitat ist zu lang: 206 Z. Maximale Länge: 200 Zeichen.

Szene 3. Rosenbergs Strategie

Rosenberg erschien und erklärte seine Strategie im Umgang mit von Hutten. Er plante, den Menschenhass des alten Herrn bewusst herauszufordern, um ihn zu einer Reaktion zu bewegen. Angelika war besorgt über diesen gewagten Ansatz, doch Rosenberg zeigte sich zuversichtlich.

Szene 4. Der Haushofmeister und von Hutten

Von Hutten befand sich in seinem Arbeitszimmer mit seinem Haushofmeister Abel. Bei der Durchsicht der Rechnungen zeigte sich von Huttens misanthropische Grundhaltung: Er strich großzügig Schulden der Gemeinde, reagierte aber bitter auf jedes Anzeichen menschlicher Schwäche.

👨🏻‍💼
Abel — Haushofmeister von Huttens, berechnend und opportunistisch.

Szene 5. Die Dorfbewohner und von Huttens Ablehnung

Die Dorfbewohner erschienen am Schloss, um von Hutten zu seinem Geburtstag zu gratulieren. Sie brachten Geschenke und wollten ihre Dankbarkeit für seine Wohltaten ausdrücken. Doch von Hutten reagierte mit Ablehnung und Verachtung auf ihre Zuneigung.

Ich habe Ehrfurcht vor der menschlichen Natur - nur die Menschen kann ich nicht mehr lieben. Halte mich nicht für den gemeinen Thoren, der die Edeln entgelten läßt, was die Unedeln gegen ihn verbrachen.

⚠️ Dieses Zitat ist zu lang: 202 Z. Maximale Länge: 200 Zeichen.

Szene 6. Von Huttens Selbstgespräch im Park

Allein in einer abgelegenen Ecke des Parks reflektierte von Hutten über die menschliche Natur und seine Enttäuschung über die Menschheit. Er sah in der Natur eine Vollkommenheit, die er bei den Menschen vermisste.

Mensch! Herrliche, hohe Erscheinung! Schönster von allen Gedanken des Schöpfers! Wie reich, wie vollendet giengst du aus seinen Händen! Welche Wohllaute schliefen in deiner Brust...

Szene 7. Angelikas Erscheinen

Angelika erschien während seines Selbstgesprächs. Von Hutten machte ihr Vorwürfe wegen der arrangierten Geburtstagsfeier, zeigte sich aber auch besorgt um ihre Zukunft.

Mein Herz blutet von den Wunden, die ihm die Beßten und Edelsten geschlagen... Ich will den Haß nicht in diesen friedlichen Busen führen. Verwahren möcht ich dich gegen die Menschen, aber nicht erbittern.

⚠️ Dieses Zitat ist zu lang: 204 Z. Maximale Länge: 200 Zeichen.

Szene 8. Von Huttens Plan für Angelika

Von Hutten enthüllte seinen Plan für Angelikas Zukunft. Er hatte sie zu einem höheren Wesen erzogen, das die Menschen durch ihre Vollkommenheit beschämen sollte. Er verlangte von ihr das Versprechen, nie zu heiraten.

Meine Liebe nennen sie diesen schmeichelnden Wahnsinn. Hüte dich, an dieses Blendwerk zu glauben, das uns die Dichter so lieblich mahlen. Das Geschöpf, das du anbetest, bist du selbst.

Angelika, zwischen der Liebe zu ihrem Vater und ihren eigenen Gefühlen hin- und hergerissen, gab schließlich das geforderte Versprechen, aber mit dem Vorbehalt, dass er selbst sie davon entbinden könne.

Bis hieher führe sie - bis sie den ganzen Himmel sehen, der an diesem Herzen bereitet liegt... und jetzt fliehe in deine Glorie hinauf - in schwindlichter Ferne sehen sie über sich die Erscheinung!