Die RĂ€uber (Schiller)

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Die RĂ€uber
Ein Schauspiel
1781
Inhaltsangabe des Buches
Das Original liest sich in 260 Minuten
Kurzbeschreibung
Ein junger Graf wurde durch die Intrigen seines Bruders verstoßen und wurde RĂ€uber. Der Bruder sperrte den Vater ein. Bei der RĂŒckkehr des RĂ€ubers starb der Vater, der Bruder beging Selbstmord.

Sehr kurze Zusammenfassung

Deutschland im 18. Jahrhundert. Der alte Graf von Moor hatte zwei Söhne: Karl und Franz.

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Karl von Moor (RĂ€uber Moor) — erstgeborener Sohn des Grafen von Moor, etwa 23 Jahre alt, charismatischer AnfĂŒhrer einer RĂ€uberbande, edelmĂŒtig und idealistisch, aber auch gewalttĂ€tig, von Selbstzweifeln geplagt.
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Franz von Moor — zweitgeborener Sohn des Grafen von Moor, etwa 20 Jahre alt, intelligent und machthungrig, körperlich unattraktiv, intrigant und gewissenlos, hasst seinen Bruder.

Franz intrigierte gegen seinen Bruder Karl, indem er einen gefĂ€lschten Brief vorlegte, der Karl als Verbrecher darstellte. Der Vater verstieß daraufhin seinen Lieblingssohn Karl. Dieser schloss sich aus Verzweiflung einer RĂ€uberbande an und wurde ihr AnfĂŒhrer. Franz ĂŒbernahm die Macht im Schloss, sperrte seinen Vater in einen Turm und gab ihn fĂŒr tot aus. Er versuchte auch, Karls Geliebte Amalia fĂŒr sich zu gewinnen.

Als Karl erfuhr, dass sein Vater noch lebte, kehrte er mit seiner Bande zum Schloss zurĂŒck. Er befreite seinen Vater aus dem Turm, doch dieser starb kurz darauf an den Folgen der Gefangenschaft. Franz beging Selbstmord, als die RĂ€uber das Schloss stĂŒrmten.

O ĂŒber mich Narren, der ich wĂ€hnete, die Welt durch GrĂ€uel zu verschönern und die Gesetze durch Gesetzlosigkeit aufrecht zu halten! Ich nannte es Rache und Recht

Karl erkannte die Sinnlosigkeit seines RĂ€uberlebens. Er tötete seine geliebte Amalia auf deren Wunsch, da eine gemeinsame Zukunft unmöglich war. Schließlich beschloss er, sich der Justiz zu stellen, um einem armen Mann die ausgesetzte Belohnung fĂŒr seine Gefangennahme zukommen zu lassen.

AusfĂŒhrliche Zusammenfassung nach Akten und Szenen

Die Titel der Akte und Szenen sind redaktionell.

Erster Akt. Franz' Intrige gegen Karl

Erste Szene. Franz' Brief und der Vaterfluch

Im Schloss der Familie Moor traf Franz seinen Vater und berichtete ihm von einem angeblichen Brief ĂŒber seinen Bruder Karl. Er las dem alten Moor einen gefĂ€lschten Brief vor, der Karl als Verbrecher darstellte, der Schulden angehĂ€uft und eine Bankierstochter entehrt haben sollte.

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Maximilian von Moor — regierender Graf von Moor, etwa 60 Jahre alt, gutmĂŒtig aber leichtglĂ€ubig, liebt beide Söhne, wird von Franz getĂ€uscht und eingesperrt.

O ich Ungeheuer von einem Thoren! – Ahnete mir's nicht, da er die Abenteuer des Julius CĂ€sar und Alexander Magnus und anderer stockfinsterer Heiden lieber las, als die Geschichte des bußfertigen Tobias?

⚠ Dieses Zitat ist zu lang: 202 Z. Maximale LĂ€nge: 200 Zeichen.

Zweite Szene. Karl wird RĂ€uberhauptmann

In einer Schenke an der sÀchsischen Grenze las Karl von Moor in Plutarchs Geschichten, wÀhrend sein GefÀhrte Spiegelberg von seinen RÀubertaten prahlte. Als ein Brief mit der Nachricht vom vÀterlichen Fluch eintraf, beschloss Karl, Hauptmann einer RÀuberbande zu werden.

Das Gesetz hat zum Schneckengang verdorben, was Adlerflug geworden wĂ€re. Das Gesetz hat noch keinen großen Mann gebildet, aber die Freiheit brĂŒtet Kolosse und ExtremitĂ€ten aus.

Dritte Szene. Franz' VerfĂŒhrungsversuch

Franz versuchte, Karls Verlobte Amalia fĂŒr sich zu gewinnen. Er behauptete, Karl sei tot und habe sie betrogen. Doch Amalia durchschaute seine LĂŒgen und wies ihn empört zurĂŒck.

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Amalia von Edelreich — junge adlige Dame, etwa 18 Jahre alt, Karls Verlobte, schön und tugendhaft, treu in ihrer Liebe trotz aller Widrigkeiten.

Zweiter Akt. Franz' Machtergreifung

Erste Szene. Franz' Plan gegen den Vater

Franz schmiedete einen teuflischen Plan, um seinen Vater zu beseitigen. Er beauftragte den unehelichen Edelmann Hermann, sich als Zeuge von Karls angeblichem Tod auszugeben. Durch diese Nachricht sollte der alte Moor so erschĂŒttert werden, dass er stirbt.

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Hermann — unehelicher Sohn eines Edelmanns, etwa 25 Jahre alt, wird von Franz manipuliert, hilft spĂ€ter bei der Befreiung des alten Moor.

Zweite Szene. Der alte Moor im Turm

Als der alte Moor nach der Schreckensnachricht ohnmĂ€chtig wurde, ließ Franz ihn fĂŒr tot erklĂ€ren. In Wirklichkeit sperrte er seinen Vater in einen Turm ein, wo dieser ohne Nahrung sterben sollte. Nur der alte Diener Daniel wusste von diesem Geheimnis.

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Daniel — alter treuer Hausknecht der Familie Moor, etwa 71 Jahre alt, gutherzig und gottesfĂŒrchtig.

Dritte Szene. Karls erste RĂ€ubertaten

Unterdessen fĂŒhrte Karl mit seiner Bande RaubzĂŒge durch. Er sah sich als RĂ€cher der UnterdrĂŒckten und bestrafte vor allem korrupte Adlige. Sein treuer GefĂ€hrte Schweizer stand ihm zur Seite, wĂ€hrend der hinterhĂ€ltige Spiegelberg zunehmend eifersĂŒchtig wurde.

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Schweizer — treuer Gefolgsmann Karls in der RĂ€uberbande, etwa 30 Jahre alt, mutig und loyal, bereit fĂŒr seinen Hauptmann zu sterben.
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Spiegelberg — hinterhĂ€ltiges Mitglied der RĂ€uberbande, etwa 25 Jahre alt, neidisch auf Karl, versucht die FĂŒhrung an sich zu reißen.

Dritter Akt. Karls Heimkehr

Erste Szene. Karl inkognito im Schloss

Karl kehrte unerkannt als Graf von Brand ins Schloss zurĂŒck. Er traf auf Amalia, die ihm von der angeblichen Treulosigkeit Karls erzĂ€hlte, ohne zu wissen, wer vor ihr stand. Ihre ungebrochene Liebe zu Karl bewegte ihn zutiefst.

Menschen – Menschen! falsche, heuchlerische Krokodilbrut! Ihre Augen sind Wasser! ihre Herzen sind Erz! KĂŒsse auf den Lippen! Schwerter im Busen! Löwen und Leoparden fĂŒttern ihre Jungen, Raben tischen ihren Kleinen auf dem Aas

⚠ Dieses Zitat ist zu lang: 226 Z. Maximale LĂ€nge: 200 Zeichen.

Zweite Szene. Die Entdeckung des Vaters

Durch Hermann erfuhr Karl von dem grausamen Schicksal seines Vaters. Er entdeckte den alten Moor im Turm, gab sich aber nicht zu erkennen. Die Erkenntnis ĂŒber Franz' Verbrechen stĂŒrzte ihn in tiefe Verzweiflung.

Mein Fluch ihn gejagt in den Tod! gefallen mein Sohn in Verzweiflung! – O meine Kinder! meine Kinder! – Weh, weh! Sterben in den Armen eines Fremdlings – Kein Sohn mehr – kein Sohn mehr

Vierter Akt. Die Rache beginnt

Erste Szene. Franz' AlbtrÀume

Franz wurde von schweren AlbtrĂ€umen geplagt. Er ließ Pastor Moser rufen, um ĂŒber das JĂŒngste Gericht zu diskutieren. Trotz seiner vorgeblichen Gottesleugnung quĂ€lte ihn die Angst vor der göttlichen Strafe.

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Pastor Moser — geistlicher, etwa 50 Jahre alt, konfrontiert Franz mit seinen SĂŒnden und dem göttlichen Gericht.

Zweite Szene. Der Pater und die RĂ€uber

Ein Pater kam zu den RĂ€ubern und bot ihnen im Namen der Justiz Begnadigung an, wenn sie Karl ausliefern wĂŒrden. Die RĂ€uber lehnten empört ab und schworen Karl erneut die Treue.

Dritte Szene. Karl erfÀhrt die Wahrheit

Karl erfuhr von Kosinsky, einem jungen Adeligen, der sich der Bande anschließen wollte, von weiteren Untaten seines Bruders. Kosinsky erzĂ€hlte von seinem eigenen Schicksal, das dem Karls Ă€hnelte.

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Kosinsky — junger böhmischer Edelmann, etwa 24 Jahre alt, schließt sich aus Verzweiflung den RĂ€ubern an.

Vierte Szene. Die Befreiung des Vaters

Karl und seine RÀuber befreiten den alten Moor aus dem Turm. Der geschwÀchte Vater erkannte seinen Sohn zunÀchst nicht. Karl schwor furchtbare Rache an seinem Bruder.

FĂŒnfte Szene. Der Vater erkennt Karl

Als der alte Moor erfuhr, dass sein Retter der totgeglaubte Karl ist, starb er vor Schreck. Karl, von SchuldgefĂŒhlen zerfressen, schwor noch grausamere Rache.

Zwei Menschen wie ich wĂŒrden den ganzen Bau der sittlichen Welt zu Grund richten... Du bedarfst nicht des Menschen Hand. Freilich steht's nun in meiner Macht nicht mehr, die Vergangenheit einzuholen

FĂŒnfter Akt. Das tragische Ende

Erste Szene. Franz' Selbstmord

Als die RĂ€uber das Schloss stĂŒrmten, wurde Franz von Gewissensbissen und Todesangst gepeinigt. In einem letzten GesprĂ€ch mit Pastor Moser erkannte er die GrĂ¶ĂŸe seiner Schuld. Bevor die RĂ€uber ihn fassen konnten, erdrosselte er sich selbst.

Ich habe die Gesetze der Natur geschĂ€ndet und den Tod meiner VĂ€ter verfĂ€lscht – die Rache nannte ich's – O ĂŒber meine Blindheit – hier steh ich am Pranger der Zeit

Zweite Szene. Karls letzte Entscheidung

Karl offenbarte sich Amalia, die ihn trotz seiner Verbrechen noch liebte. Als die RÀuber ihn an seinen Schwur erinnerten, die Bande nie zu verlassen, tötete er Amalia auf ihre eigene Bitte hin. Danach beschloss er, sich der Justiz zu stellen, um einem armen Tagelöhner die ausgesetzte Belohnung zu verschaffen.