Kabale und Liebe (Schiller)

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Kabale und Liebe
Ein bĂŒrgerliches Trauerspiel
1784
Inhaltsangabe des TheaterstĂŒcks
Das Original liest sich in 209 Minuten
Kurzbeschreibung
Ein junger Adliger und eine Musikertochter verliebten sich. Sein Vater zwang sie zu einem falschen Liebesbrief, um die Beziehung zu zerstören. Der Sohn vergiftete sie und sich aus Eifersucht.

Sehr kurze Zusammenfassung

Eine deutsche Residenzstadt im 18. Jahrhundert. Der Sohn des PrÀsidenten verliebte sich in die Tochter eines Musikers.

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Ferdinand von Walter — major und sohn des prĂ€sidenten, junger mann etwa 20-25 jahre alt, leidenschaftlich, idealistisch, aufrichtig, verliebt in luise miller.
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Luise Miller — tochter eines musikers, 16 jahre alt, schön, tugendhaft, fromm, zwischen standesgrenzen und liebe zu ferdinand zerrissen.

Der PrĂ€sident plante fĂŒr seinen Sohn eine Heirat mit Lady Milford, der MĂ€tresse des FĂŒrsten. Als Ferdinand sich weigerte und zu seiner bĂŒrgerlichen Geliebten hielt, schmiedete der PrĂ€sident mit seinem SekretĂ€r eine Intrige. Sie zwangen Luise, einen kompromittierenden Liebesbrief an den Hofmarschall zu schreiben, und spielten diesen Ferdinand zu.

Ferdinand, von der vermeintlichen Untreue seiner Geliebten ĂŒberzeugt, beschloss, sich und Luise zu töten. Er besuchte sie ein letztes Mal und vergiftete heimlich ihre Limonade. Als Luise das GetrĂ€nk zu sich nahm, eröffnete sie ihm, dass sie den Brief nur unter Zwang geschrieben hatte, um ihren gefangenen Vater zu retten.

Mörder und Mördervater! Mit muß er, daß der Richter der Welt nur gegen den Schuldigen rase. ... Gott meiner Luise! Gnade! Gnade dem verruchtesten der Mörder!

In Verzweiflung ĂŒber seine Tat trank Ferdinand den Rest der vergifteten Limonade. Sterbend verfluchte er seinen Vater als den wahren Schuldigen. Der SekretĂ€r gestand aus Angst seine MittĂ€terschaft und wurde verhaftet. Der PrĂ€sident stellte sich der Justiz, wĂ€hrend sein Sohn und Luise in den Tod gingen.

AusfĂŒhrliche Zusammenfassung nach Akten

Die Titel der Akte und ihre Unterteilung in Szenenblöcke sind redaktionell.

Akt 1. Die verbotene Liebe und ihre Gegner

Millers Sorgen und der Plan des PrÀsidenten

In einer deutschen Residenzstadt machte sich der Stadtmusikant Miller große Sorgen um seine Tochter Luise. Der Grund war ihre Beziehung zu Ferdinand von Walter, dem Sohn des mĂ€chtigen PrĂ€sidenten.

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Miller — stadtmusikant, luises vater, etwa 60 jahre alt, rechtschaffen, direkt, sorgt sich um seine tochter.

WĂ€hrend Miller seine Bedenken mit seiner Frau teilte, schmiedete der PrĂ€sident bereits PlĂ€ne. Er wollte seinen Sohn mit Lady Milford, der MĂ€tresse des FĂŒrsten, verheiraten, um seine eigene Machtposition zu stĂ€rken. Sein SekretĂ€r Wurm, der selbst Interesse an Luise hatte, unterstĂŒtzte diesen Plan.

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PrĂ€sident von Walter — ferdinands vater, machtbewusster politiker mittleren alters, skrupellos, intrigant, will seinen sohn standesgemĂ€ĂŸ verheiraten.
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Wurm — haussekretĂ€r des prĂ€sidenten, mittleren alters, hinterhĂ€ltig, intrigant, heimlich in luise verliebt.

Ferdinand und Luise: TreueschwĂŒre und Bedrohung

Ferdinand besuchte Luise im Haus ihrer Eltern. Ihre Liebe zueinander war tief und aufrichtig, doch die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen ihnen stellten eine große Bedrohung dar.

Über uns, Luise, ĂŒber uns! Die Schranken des Unterschiedes stĂŒrzen ein, Thronen und Hoheiten springen wie Spielmarken auseinander, und die Liebe spricht das letzte Wort!

Als der PrĂ€sident von der Beziehung erfuhr, konfrontierte er seinen Sohn und befahl ihm, Lady Milford zu heiraten. Ferdinand widersetzte sich vehement und drohte, die dunklen Machenschaften seines Vaters zu enthĂŒllen, durch die dieser an die Macht gekommen war.

Akt 2. Lady Milford und die Intrige

Lady Milfords Vergangenheit und Ferdinands Ablehnung

Lady Milford erwartete in ihrem Palast ungeduldig Ferdinands Besuch. Als er eintraf, offenbarte sie ihm ihre bewegende Lebensgeschichte: Als Tochter eines englischen Adligen hatte sie alles verloren und war als MĂ€tresse des FĂŒrsten zu Einfluss gekommen, den sie nutzte, um das Los der Untertanen zu verbessern.

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Lady Milford — mĂ€tresse des fĂŒrsten, junge adlige britin, stolz, leidenschaftlich, zwischen macht und moral zerrissen.

Ich habe Kerker gesprengt – habe Todesurtheile zerrissen und manche entsetzliche Ewigkeit auf Galeeren verkĂŒrzt. In unheilbare Wunden hab' ich doch wenigstens stillenden Balsam gegossen.

Doch Ferdinand blieb unbeeindruckt und gestand ihr seine Liebe zu Luise. Lady Milford, tief getroffen von seiner Ablehnung und der Aufrichtigkeit seiner GefĂŒhle, begann an ihrer eigenen Position zu zweifeln.

Wurms Plan und der gefÀlschte Liebesbrief

WÀhrenddessen entwickelte Wurm einen perfiden Plan, um die Liebenden zu trennen. Er schlug dem PrÀsidenten vor, Luises Vater unter einem Vorwand verhaften zu lassen und sie zu zwingen, einen kompromittierenden Liebesbrief an den Hofmarschall von Kalb zu schreiben.

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Hofmarschall von Kalb — höfling, affektiert, oberflĂ€chlich, eitel, lĂ€sst sich fĂŒr intrigen einspannen.

Akt 3. Erpressung und Verzweiflung

Luises erzwungener Brief

Der Plan wurde in die Tat umgesetzt. Miller wurde verhaftet, und Luise, um ihren Vater zu retten, sah sich gezwungen, den Brief zu schreiben und zu schwören, dass sie ihn freiwillig verfasst habe. Die Situation stĂŒrzte sie in tiefe Verzweiflung.

Nein! nein, mein Vater! Ich bin eine große SĂŒnderin – Ich hab' einen Eid gebrochen. Ich hab' meine Seele verwundet. O mein Herz ist böse, sehr böse!

Lady Milfords Wandlung und Abschied

Inzwischen besuchte Luise Lady Milford. In einem bewegenden GesprĂ€ch offenbarte sich die moralische GrĂ¶ĂŸe des BĂŒrgermĂ€dchens, was Lady Milford tief beeindruckte. Sie erkannte die Reinheit von Luises Liebe zu Ferdinand und ihre eigene zweifelhafte Position.

Diese Begegnung fĂŒhrte zu einem radikalen Entschluss: Lady Milford beschloss, dem Hof und ihrer Position zu entsagen. Sie schrieb einen Abschiedsbrief an den Herzog und verließ die Stadt, um ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen.

Akt 4. Ferdinands Eifersucht und Rache

Die EnthĂŒllung des Briefes

Der gefĂ€lschte Liebesbrief erreichte Ferdinand. Von Eifersucht und Wut ĂŒberwĂ€ltigt, stellte er den Hofmarschall zur Rede und zwang ihn unter Todesdrohungen zur Wahrheit. Von Kalb, ein Feigling, gestand seine Unschuld, doch Ferdinand war bereits zu verblendet, um die Wahrheit zu erkennen.

Ferdinands fataler Entschluss

In seinem Schmerz und seiner Verzweiflung fasste Ferdinand einen furchtbaren Entschluss: Er wollte sich und Luise vergiften. Er kaufte Gift und plante, es in einer Limonade zu servieren. Sein Vater, der die Situation zu seinen Gunsten gewendet sah, spielte ein falsches Spiel und bestÀrkte Ferdinands Verdacht gegen Luise.

Akt 5. Tod und Wahrheit

Das vergiftete GetrÀnk

Ferdinand besuchte Luise ein letztes Mal. Er brachte die vergiftete Limonade mit und zwang sie durch geschickte Fragen dazu, den erzwungenen Eid zu brechen. Luise, die den Tod bereits ahnte, trank das Gift.

Gift! Gift habt ihr in den Trank geworfen! ... O meiner Seele erbarme dich, Gott der Erbarmer! ... Und muß ich jetzt schon dahin? Mein junges Leben, und keine Rettung!

Die spÀte Erkenntnis und der gemeinsame Tod

Im Angesicht des Todes enthĂŒllte Luise die Wahrheit ĂŒber den erzwungenen Brief. Ferdinand erkannte zu spĂ€t die Intrige seines Vaters und Wurms. Er hatte selbst auch von der Limonade getrunken und starb gemeinsam mit Luise.

Feierlich wĂ€lz' ich dir hier die grĂ¶ĂŸte, grĂ€ĂŸlichste HĂ€lfte zu; wie du damit zurecht kommen magst, siehe du selber. Hier, Barbar! Weide dich an der entsetzlichen Frucht deines Witzes!

Der PrĂ€sident, von Reue und Entsetzen ĂŒberwĂ€ltigt, wurde verhaftet. Wurm versuchte zu fliehen, gestand aber vorher die ganze Intrige. Miller, der zu spĂ€t kam um seine Tochter zu retten, verfluchte das Gold, das Ferdinand ihm gegeben hatte. Die Tragödie endete mit dem Tod der Liebenden und der Verhaftung der Schuldigen.