PhÀdra (Racine)

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PhÀdra
PhĂšdre · 1677
Inhaltsangabe des Buches
Das Original liest sich in 86 Minuten
Kurzbeschreibung
Eine Königin liebte heimlich ihren Stiefsohn, der eine Gefangene begehrte. Als ihr Mann zurĂŒckkehrte, wurde der Sohn fĂ€lschlich beschuldigt und starb durch einen Fluch. Die Königin nahm Gift.

Sehr kurze Zusammenfassung

Im antiken Griechenland kehrte Theseus, König von Athen, von einer langen Reise nicht zurĂŒck. Seine Gemahlin PhĂ€dra verzehrte sich in seiner Abwesenheit in verbotener Liebe zu ihrem Stiefsohn Hippolyt.

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PhĂ€dra — königin von athen, gemahlin des theseus, tochter des minos und der pasiphaĂ«, etwa 35 jahre alt, von verzehrender leidenschaft fĂŒr hippolyt gequĂ€lt, stolz und schuldbewusst.

Als das GerĂŒcht von Theseus' Tod sich verbreitete, gestand PhĂ€dra Hippolyt ihre Liebe. Dieser war entsetzt, denn er liebte insgeheim Aricia, die letzte Überlebende eines verfeindeten Königsgeschlechts.

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Hippolyt — sohn des theseus und der amazonenkönigin antiope, junger mann von etwa 20 jahren, tugendhaft und keusch, verliebt in aricia, stolz und ehrenhaft.

Plötzlich kehrte Theseus zurĂŒck. PhĂ€dras Amme Oenone beschuldigte aus Angst Hippolyt, ihre Herrin bedrĂ€ngt zu haben. Der wĂŒtende Theseus verbannte seinen Sohn und bat den Meeresgott Neptun um dessen Tod.

Von SchuldgefĂŒhlen geplagt und verzweifelt ĂŒber Hippolyts Liebe zu Aricia nahm PhĂ€dra Gift. Bevor sie starb, gestand sie Theseus die Wahrheit.

Die Zeit ist kostbar. Theseus, höre mich!
Ich selbst war's, die ein lasterhaftes Auge
Auf deinen keuschen Sohn zu richten wagte.
Der Himmel zĂŒndete die UnglĂŒcksflamme

Doch es war zu spÀt. Hippolyt wurde bei seiner Flucht aus der Stadt von einem Meeresungeheuer getötet, das Neptun geschickt hatte. Theseus erkannte zu spÀt seine falsche Entscheidung. Er versöhnte sich mit der trauernden Aricia und machte sie zu seiner Erbin.

Oenone hatte sich aus Verzweiflung ĂŒber ihre Tat ins Meer gestĂŒrzt. PhĂ€dra starb in dem Bewusstsein, durch ihr GestĂ€ndnis wenigstens einen Teil ihrer Schuld gesĂŒhnt zu haben.

AusfĂŒhrliche Zusammenfassung nach Akten

Die Titel der Akte und ihre Unterteilung in Szenen sind redaktionell.

Akt 1. Hippolyts GestÀndnis und PhÀdras Qual

Hippolyts AbreiseplÀne und verbotene Liebe

Die Handlung begann in Trözene, wo Hippolyt seinem Erzieher Theramen seinen Entschluss mitteilte, die Stadt zu verlassen. Seit sechs Monaten war sein Vater Theseus verschwunden, und Hippolyt wollte sich auf die Suche nach ihm machen.

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Theramen — erzieher des hippolyt, mittleren alters, treu und verstĂ€ndnisvoll, ratgeber und vertrauter.

Im GesprĂ€ch mit Theramen gestand Hippolyt schließlich den wahren Grund seiner Unruhe: Er hatte sich in Aricia verliebt, die letzte Überlebende des Geschlechts der Pallantiden, die als Gefangene in Trözene lebte. Diese Liebe stellte ihn vor ein Dilemma, da sein Vater Theseus die Ehe mit Angehörigen dieses verfeindeten Geschlechts verboten hatte.

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Aricia — prinzessin aus dem geschlecht der pallantiden, junge frau von etwa 18 jahren, gefangene des theseus, von hippolyt geliebt.

PhÀdras Leiden und verhÀngnisvolles GestÀndnis

WĂ€hrenddessen litt PhĂ€dra, Theseus' Gemahlin, unter einer verzehrenden Leidenschaft. Ihre Amme Oenone beobachtete besorgt den sich verschlechternden Zustand ihrer Herrin. Als PhĂ€dra erschöpft den Wunsch Ă€ußerte, die Sonne ein letztes Mal zu sehen, sprach sie in einem Moment der Verzweiflung:

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Oenone — amme und vertraute der phĂ€dra, Ă€ltere frau, treu ergeben aber verhĂ€ngnisvoll in ihrem handeln, manipulativ.

O sĂ€ĂŸ' ich draußen in der WĂ€lder GrĂŒn! –
Wann wird mein Aug aus der bestÀubten Bahn
Des raschen Wagens flĂŒcht'gen Lauf verfolgen?

Unter dem DrĂ€ngen Oenones gestand PhĂ€dra schließlich ihre verbotene Liebe zu ihrem Stiefsohn Hippolyt. Diese Leidenschaft, die sie als Fluch der Göttin Venus verstand, hatte sie lange zu verbergen versucht. Nun aber, dem Tode nahe, offenbarte sie ihr Geheimnis.

Ich liebe. Denke ja nicht, daß ich dies GefĂŒhl
Vor mir entschuld'ge und mir selbst vergebe,
Daß ich mit feiger Schonung gegen mich
Das Gift genÀhrt, das mich wahnsinnig macht

Akt 2. Die Nachricht von Theseus' Tod

Aricia und Hippolyts LiebesgestÀndnis

Die Nachricht von Theseus' vermeintlichem Tod verĂ€nderte die Situation grundlegend. Hippolyt suchte Aricia auf und gestand ihr seine Liebe. Er bot ihr nicht nur sein Herz, sondern auch den Thron von Athen an, der ihr rechtmĂ€ĂŸig zustehe. Aricia, die Hippolyts GefĂŒhle erwiderte, war von diesem unerwarteten GestĂ€ndnis ĂŒberwĂ€ltigt.

PhÀdras verzweifelte Leidenschaft

PhĂ€dra, nun vermeintlich frei von ihrer ehelichen Bindung, fasste den Mut, Hippolyt ihre GefĂŒhle zu gestehen. In einer dramatischen Szene offenbarte sie ihm ihre Leidenschaft, die sie als göttliche Strafe empfand. Hippolyt reagierte mit Entsetzen und Abscheu auf dieses GestĂ€ndnis seiner Stiefmutter.

Akt 3. Die unerwartete RĂŒckkehr des Theseus

Oenones verhÀngnisvoller Plan

Die ĂŒberraschende RĂŒckkehr des Theseus stĂŒrzte PhĂ€dra in neue Verzweiflung. Theseus, der aus der Unterwelt zurĂŒckgekehrt war, fand seine Familie in seltsamer Aufruhr vor. Er bemerkte die Verwirrung und sprach seine Verwunderung aus:

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Theseus — könig von athen, etwa 45 jahre alt, berĂŒhmter held, gemahl der phĂ€dra und vater des hippolyt, jĂ€hzornig und vorschnell im urteil.

O welch ein Schreckniß ist's,
Das ringsum sich verbreitend all die Meinen
ZurĂŒck aus meiner NĂ€he schreckt? Kehr' ich
So ungewĂŒnscht und so gefĂŒrchtet wieder

Die falsche Anklage gegen Hippolyt

In ihrer Verzweiflung und auf Oenones Rat hin entschloss sich PhĂ€dra zu einer verhĂ€ngnisvollen LĂŒge. Sie ließ Oenone ihren Stiefsohn des versuchten Übergriffs beschuldigen. Die Amme ĂŒberzeugte Theseus von Hippolyts angeblicher Schuld, indem sie PhĂ€dras Verzweiflung und das zurĂŒckgelassene Schwert als Beweise anfĂŒhrte.

Akt 4. Theseus' Fluch und PhÀdras Reue

Theseus verflucht seinen Sohn

Von Zorn und EnttĂ€uschung ĂŒberwĂ€ltigt, verfluchte Theseus seinen Sohn und rief den Meeresgott Neptun an, dem er einst einen Gefallen getan hatte. Er bat den Gott, seinen Sohn zu bestrafen. Hippolyt versuchte sich zu verteidigen und gestand seinem Vater seine Liebe zu Aricia, doch Theseus deutete dies als weitere List.

PhÀdras Eifersucht und Verzweiflung

Als PhĂ€dra erfuhr, dass Hippolyt Aricia liebte, wurde sie von verzehrender Eifersucht erfasst. In ihrer Qual verfluchte sie sich selbst und ihre verbrecherischen GefĂŒhle. Ihre Worte zeigten die Tiefe ihrer Verzweiflung:

Im Blut der Unschuld will ich, racheglĂŒhend,
Die MörderhĂ€nde tauchen – Und ich lebe!
Ich Elende! Und ich ertrag' es noch,
Zu dieser heil'gen Sonne aufzublicken

Akt 5. Die tragischen Folgen

Hippolyts Tod

Neptun erhörte Theseus' Fluch. Als Hippolyt die Stadt verließ, erschien ein schreckliches Meeresungeheuer, das seine Pferde in Panik versetzte. Theramen, der Zeuge des UnglĂŒcks wurde, berichtete Theseus vom grausamen Tod seines Sohnes. Seine Worte ließen Theseus die schreckliche Wahrheit erkennen:

O sĂŒĂŸe Hoffnung, die ich selbst mir raubte!
Mein Sohn! mein Sohn! Ihr unerweichten Götter,
Mir habt ihr nur zu gut gedient! – Mein Leben
Hab' ich dem ew'gen Jammer aufgespart!

PhÀdras GestÀndnis und Tod

Von Schuld zerfressen und durch Gift bereits dem Tode nahe, erschien PhĂ€dra ein letztes Mal vor Theseus. Sie gestand die Wahrheit ĂŒber ihre verhĂ€ngnisvolle Leidenschaft und Oenones verhĂ€ngnisvolle Intrige:

Der Himmel zĂŒndete die UnglĂŒcksflamme
In meinem Busen an ... Was nun geschah,
VollfĂŒhrte die verdammliche Oenone.

Mit diesem GestĂ€ndnis starb PhĂ€dra, wĂ€hrend Theseus, von Reue und Trauer ĂŒberwĂ€ltigt, zurĂŒckblieb. Er versprach, Aricia als Tochter anzunehmen und Hippolyts Andenken zu ehren. So endete die Tragödie mit dem Triumph der Wahrheit, die zu spĂ€t ans Licht kam, um die Katastrophe zu verhindern.