Im Westen nichts Neues (Remarque)

Aus Wikisum
Wechseln zu:Navigation, Suche
Hinweis: Diese Inhaltsangabe wurde von einer KI erstellt und könnte Fehler enthalten.
🪖
Im Westen nichts Neues
1929
Inhaltsangabe des Romans
Das Original liest sich in 358 Minuten
Kurzbeschreibung
Junge deutsche Soldaten erlebten im Ersten Weltkrieg Gewalt und Tod. Ein erfahrener Kamerad wurde ihr Mentor. Nach einem entfremdeten Heimaturlaub und dem Tod aller Freunde fiel der letzte 1918.

Sehr kurze Zusammenfassung

Westfront, Erster Weltkrieg. Eine Gruppe junger deutscher Soldaten erlebte die Schrecken des Krieges.

👨🏻
Paul Bäumer — erzähler, 19-jähriger soldat und ehemaliger gymnasiast, sensibel und nachdenklich, durch den krieg desillusioniert, verliert nach und nach alle seine freunde.

Die Soldaten wurden von ihrem Lehrer Kantorek zum Kriegsdienst überredet. Nach der harten Grundausbildung kamen sie an die Front, wo sie schnell ihre jugendlichen Ideale verloren.

Wir sind keine Jugend mehr. Wir wollen die Welt nicht mehr stürmen. Wir sind Flüchtende. Wir flüchten vor uns. Vor unserem Leben. Wir waren achtzehn Jahre und begannen die Welt und das Dasein zu lieben.

⚠️ Dieses Zitat ist zu lang: 202 Z. Maximale Länge: 200 Zeichen.

In den Schützengräben fanden sie in dem erfahrenen Soldaten Stanislaus Katczinsky einen väterlichen Freund.

👨🏻‍🦳
Stanislaus Katczinsky (Kat) — 40-jähriger soldat, erfahren und pragmatisch, väterliche figur für die jüngeren soldaten, geschickt im organisieren von nahrung und vorräten.

Paul erlebte die Grausamkeiten des Krieges: den Tod seiner Schulkameraden, das Leiden der Verwundeten im Lazarett und die Qualen eines französischen Soldaten, den er im Trichter tötete. Während eines Heimaturlaubs fühlte er sich seiner Familie entfremdet. Seine kranke Mutter konnte er nicht trösten.

Nach und nach starben alle seine Freunde. Kemmerich verblutete im Lazarett, Müller wurde von einer Leuchtkugel getroffen, Kat wurde auf dem Weg zum Verbandplatz von einem Splitter getötet. Die deutschen Truppen wurden von den besser ausgerüsteten Alliierten zurückgedrängt.

An einem ruhigen Oktobertag 1918, kurz vor Kriegsende, als der Heeresbericht nur meldete 'Im Westen nichts Neues', wurde Paul von einem Scharfschützen getötet. Sein Gesicht wirkte gefasst, als wäre er fast zufrieden damit, dass es so gekommen war.

Ausführliche Zusammenfassung nach Kapiteln

Die Kapiteltitel sind redaktionell.

Kapitel 1. Das Leben an der Front und Erinnerungen an die Schulzeit

Eine Gruppe junger Soldaten lag neun Kilometer hinter der Front. Sie hatten gerade eine doppelte Essensration erhalten, da ihre Kompanie von ursprünglich 150 Mann auf nur noch 80 dezimiert worden war. Die Überlebenden genossen das reichliche Essen und die zusätzlichen Zigaretten.

Die Soldaten erinnerten sich an ihre Schulzeit und ihren ehemaligen Lehrer Kantorek, der sie zum Kriegsdienst überredet hatte. Mit patriotischen Phrasen hatte er seine ganze Klasse dazu gebracht, sich freiwillig zu melden.

👨🏻‍🏫
Kantorek — ehemaliger lehrer der jungen soldaten, klein und streng, überredete seine schüler zum kriegsdienst.

Sie sollten uns Achtzehnjährigen Vermittler und Führer zur Welt des Erwachsenseins werden... Doch der erste Tote, den wir sahen, zertrümmerte diese Überzeugung. Wir mußten erkennen, daß unser Alter ehrlicher war.

⚠️ Dieses Zitat ist zu lang: 212 Z. Maximale Länge: 200 Zeichen.

Die jungen Soldaten hatten in der Grundausbildung unter dem sadistischen Unteroffizier Himmelstoß gelitten. Vor ihrer Abreise an die Front hatten sie sich an ihm gerächt, indem sie ihn nachts überfielen und verprügelten.

👨🏻‍✈️
Himmelstoß — unteroffizier und ausbilder, ehemaliger briefträger, schikaniert die rekruten, wird später selbst an die front geschickt.

Kapitel 2. Kemmerichs Tod im Lazarett

Paul besuchte seinen verwundeten Schulfreund Franz Kemmerich im Lazarett. Kemmerich war am Bein verwundet und wusste noch nicht, dass ihm das Bein amputiert worden war.

👨🏻
Franz Kemmerich — 19-jähriger soldat, pauls schulfreund, stirbt früh im roman an einer beinamputation.

Erst das Lazarett zeigt, was der Krieg ist... Ich bin jung, ich bin zwanzig Jahre alt; aber ich kenne vom Leben nichts anderes als die Verzweiflung, den Tod, die Angst und die Verkettung sinnlosester Oberflächlichkeit.

⚠️ Dieses Zitat ist zu lang: 218 Z. Maximale Länge: 200 Zeichen.

Kemmerich starb einen qualvollen Tod. Paul musste seiner Mutter einen Brief schreiben und ihr die schlechte Nachricht überbringen. Müller erbte Kemmerichs gute Stiefel - sie wurden unter den Soldaten weitergegeben, wenn einer fiel.

Kapitel 3. Gedanken über Krieg und Militärdienst

Die Soldaten diskutierten über den Sinn des Krieges. Sie fragten sich, wer davon profitierte und warum einfache Soldaten gegeneinander kämpfen mussten. Kat meinte, der Krieg nütze nur den Generälen und Politikern.

Ein Befehl hat diese stillen Gestalten zu unsern Feinden gemacht; ein Befehl könnte sie in unsere Freunde verwandeln... Jeder Unteroffizier ist dem Rekruten, jeder Oberlehrer dem Schüler ein schlimmerer Feind als sie uns.

⚠️ Dieses Zitat ist zu lang: 221 Z. Maximale Länge: 200 Zeichen.

Die jungen Soldaten hatten durch den Krieg ihre Jugend und ihre Zukunftspläne verloren. Sie waren zu früh mit dem Tod konfrontiert worden und konnten sich ein normales Leben nach dem Krieg nicht mehr vorstellen.

Kapitel 4. Die Wache bei den russischen Gefangenen

Paul und seine Kameraden mussten ein Gefangenenlager mit russischen Soldaten bewachen. Sie sahen die Russen als Menschen und nicht als Feinde. Die Gefangenen waren ausgehungert und krank. Paul teilte sein Essen mit ihnen und hörte einen russischen Geiger spielen.

Kapitel 5. Der Angriff und die Schrecken des Krieges

Die Kompanie wurde in einen schweren Angriff verwickelt. Das Artilleriefeuer war verheerend, und viele junge, unerfahrene Soldaten starben. Die Überlebenden mussten sich in Granattrichtern verschanzen.

Die Front ist ein Käfig, in dem man nervös warten muß auf das, was geschehen wird. Wir liegen unter dem Gitter der Granatenbogen und leben in der Spannung des Ungewissen. Über uns schwebt der Zufall.

In einem Granattrichter tötete Paul einen französischen Soldaten mit dem Messer. Er musste die ganze Nacht neben dem Sterbenden verbringen und versprach ihm, seiner Familie zu schreiben. Der Name des Toten war Gérard Duval, ein Drucker.

Für niemand ist die Erde so viel wie für den Soldaten. Wenn er sich an sie preßt, lange, heftig, wenn er sich tief mit dem Gesicht und den Gliedern in sie hineinwühlt in der Todesangst des Feuers.

Kapitel 6. Die Ruhezeit im Dorf

Die Kompanie wurde in ein verlassenes Dorf verlegt. Sie fanden ein gut gefülltes Proviantlager und genossen das reichliche Essen. Kat und Paul fingen zwei Ferkel und bereiteten ein Festmahl für alle zu. Die Soldaten genossen diese kurze Zeit des Friedens.

Kapitel 7. Heimaturlaub und Entfremdung

Paul bekam Heimaturlaub. Zu Hause fühlte er sich fremd und konnte mit niemandem über seine Kriegserfahrungen sprechen. Seine Mutter war schwer krank.

👩🏻
Pauls Mutter — krebskranke frau mittleren alters, liebt ihren sohn über alles, symbolisiert die heimat und das friedliche leben vor dem krieg.

Er musste auch Kemmerichs Mutter besuchen und ihr vom Tod ihres Sohnes berichten. Die Begegnung war für Paul sehr belastend. Er konnte ihr nicht die ganze Wahrheit über das schreckliche Sterben ihres Sohnes erzählen.

Kapitel 8. Rückkehr an die Front und Haies Tod

Nach seinem Urlaub kehrte Paul an die Front zurück. Er traf auf neue, junge Rekruten, die keine Ahnung vom Krieg hatten. Viele von ihnen starben schnell.

👨🏻
Haie Westhus — junger soldat, torfstecher von beruf, körperlich stark, stirbt durch einen rückenschuss.

Haie Westhus wurde durch einen Rückenschuss tödlich verwundet. Paul war bei ihm, als er starb. Der Verlust seines Kameraden traf ihn schwer.

Kapitel 9. Die Kämpfe im Sommer 1918

Der Sommer 1918 war der blutigste und schwerste des Krieges. Die deutschen Truppen waren erschöpft und demoralisiert. Es fehlte an Nachschub und Munition. Die Amerikaner brachten frische Truppen und überlegenes Material an die Front.

👨🏻
Müller — junger soldat aus pauls klasse, praktisch veranlagt, interessiert sich noch für seine schulbücher.

Müller wurde durch eine Leuchtkugel in den Magen getroffen und starb. Er vermachte Paul seine Stiefel - dieselben, die einst Kemmerich gehört hatten.

Kapitel 10. Der Erholungsurlaub nach der Gasvergiftung

Paul wurde durch einen Gasangriff verletzt und erhielt vierzehn Tage Erholungsurlaub. Er verbrachte die Zeit in einem Lazarett und dachte über den Krieg und seine Zukunft nach. Die Hoffnung auf Frieden wuchs, aber auch die Angst vor dem Leben danach.

Kapitel 11. Rückkehr und Kats Tod

Nach seiner Genesung kehrte Paul an die Front zurück. Bei einem Angriff wurde sein bester Freund Kat am Bein verwundet. Paul trug ihn auf dem Rücken zum Verbandplatz. Unterwegs wurde Kat von einem Splitter am Kopf getroffen und starb, ohne dass Paul es bemerkte.

👨🏻
Albert Kropp — 19-jähriger soldat, pauls klassenkamerad, intelligent und analytisch, wird schwer verwundet und verliert ein bein.

Albert Kropp wurde schwer verwundet und verlor ein Bein. Er drohte damit, sich das Leben zu nehmen, wenn er wieder an seinen Revolver käme. Paul versuchte ihn zu trösten, aber Kropp war verzweifelt über seine Verstümmelung.

Kapitel 12. Pauls Tod im Oktober 1918

Es war Herbst 1918. Paul war der letzte Überlebende von den sieben Klassenkameraden, die sich gemeinsam zum Kriegsdienst gemeldet hatten. Er fühlte sich müde und resigniert.

Mögen die Monate und Jahre kommen, sie nehmen mir nichts mehr, sie können mir nichts mehr nehmen. Ich bin so allein und so ohne Erwartung, daß ich ihnen entgegensehen kann ohne Furcht.

An einem ruhigen Oktobertag 1918, als der Heeresbericht nur meldete, im Westen sei nichts Neues zu melden, fiel Paul Bäumer. Er starb mit einem gefassten Gesichtsausdruck, als wäre er fast zufrieden damit, dass es so gekommen war.