Momo (Ende)
Sehr kurze Zusammenfassung
In einer alten Amphitheater-Ruine am Stadtrand tauchte eines Tages ein kleines Mädchen auf.
Momo hatte die besondere Gabe des Zuhörens und wurde bald zum Mittelpunkt einer Gemeinschaft von Kindern und Erwachsenen. Ihr bester Freund war der Straßenkehrer Beppo, der bedächtig seine Arbeit tat, und der Geschichtenerzähler Gigi. Doch dann tauchten die grauen Herren auf, die den Menschen ihre Zeit stahlen, indem sie sie zum Zeitsparen überredeten. Die Menschen wurden dadurch kalt und lieblos, auch Momos Freunde wandten sich nach und nach ab.
Mit Hilfe einer sprechenden Schildkröte namens Kassiopeia gelangte Momo zu Meister Hora, dem Verwalter der Zeit. Er zeigte ihr die Stunden-Blumen, aus denen die Zeit der Menschen entstand. Als die grauen Herren das Nirgend-Haus belagerten, ließ Meister Hora die Zeit stillstehen. Momo erhielt eine einzige Stunden-Blume und folgte den Zeit-Dieben zu ihrem Versteck.
Die grauen Herren waren vollkommen kopflos gemacht. Die Angst, von der Welt verschwinden zu müssen, hatte sie jeder Überlegung beraubt. Sie schlugen sich die Hüte von den Köpfen, sie rangen miteinander.
Momo gelang es, die Tür zu den Zeit-Vorräten zu schließen. Ohne Nachschub an Zeit-Zigarren lösten sich die grauen Herren auf. Die gestohlene Zeit kehrte zu den Menschen zurück, die nun wieder Zeit füreinander hatten. Meister Hora erwachte, und Momo feierte mit ihren zurückgekehrten Freunden ein großes Fest im Amphitheater.
Ausführliche Zusammenfassung nach Teilen und Kapiteln
Erster Teil. Momo und ihre Freunde
Kapitel 1. Eine große Stadt und ein kleines Mädchen
Am Rande einer großen Stadt befand sich ein altes, verfallenes Amphitheater. Eines Tages tauchte dort ein kleines Mädchen auf und richtete sich in den Ruinen häuslich ein. Die Anwohner waren zunächst skeptisch, aber nach einem Gespräch mit dem Kind beschlossen sie, sich gemeinsam um es zu kümmern.
Kapitel 2. Eine ungewöhnliche Eigenschaft und ein ganz gewöhnlicher Streit
Momo besaß eine besondere Gabe: Sie konnte auf eine ganz besondere Art zuhören. Menschen, die zu ihr kamen, fanden plötzlich Lösungen für ihre Probleme oder fühlten sich verstanden und getröstet.
Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: Zuhören. Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum.
Diese Fähigkeit bewies sich auch, als zwei zerstrittene Nachbarn, Nicola und Nino, zu ihr kamen. Durch ihr aufmerksames Zuhören half sie ihnen, ihren Konflikt zu lösen und sich wieder zu versöhnen.
Kapitel 4. Ein schweigsamer Alter und ein zungenfertiger Junger
Zu Momos engsten Freunden gehörten zwei sehr unterschiedliche Menschen: der alte Straßenkehrer Beppo und der junge Geschichtenerzähler Gigi.
Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muß nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.
Zweiter Teil. Die grauen Herren
Kapitel 6. Die Rechnung ist falsch und geht doch auf
In der Stadt tauchten mysteriöse graue Gestalten auf, die die Menschen dazu brachten, Zeit zu sparen. Sie überzeugten die Menschen davon, dass sie ihre Zeit besser nutzen und effizienter leben müssten.
Aber Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen. Und je mehr die Menschen daran sparten, desto weniger hatten sie. Niemand wußte, wo all ihre Zeit eigentlich blieb.
Kapitel 8. Zu viel zu essen und zu wenig Antworten
Als Momo ihre Freunde suchte, fand sie eine völlig veränderte Welt vor. Ninos gemütliches Lokal war zu einem Schnellrestaurant geworden, Gigi war ein berühmter Geschichtenerzähler im Fernsehen, und Beppo kehrte wie besessen die Straßen, um hunderttausend Stunden für Momos Freilassung zu sparen.
Kapitel 10. Eine wilde Verfolgung und eine geruhsame Flucht
Momo begegnete einem geheimnisvollen Mann namens Meister Hora, der in einem verborgenen Haus lebte, wo alle Uhren der Welt standen. Er war der Verwalter der Zeit und zeigte Momo die Stunden-Blumen, aus denen die Zeit der Menschen entstand.
Dritter Teil. Die Stunden-Blumen
Kapitel 13. Dort ein Tag und hier ein Jahr
Als Momo nach einem Jahr und einem Tag zu ihren Freunden zurückkehrte, fand sie eine völlig veränderte Welt vor. Die Kinder waren in Kinder-Depots untergebracht, wo sie nach strengen Regeln 'sinnvoll' spielen mussten.
Es gibt viele Arten von Einsamkeit, aber Momo erlebte eine, die wohl nur wenige Menschen kennengelernt haben. Sie kam sich vor wie eingeschlossen in einer Schatzhöhle voll unermeßlicher Reichtümer.
Kapitel 16. Die Not im Überfluß
Die grauen Herren hatten inzwischen fast die ganze Stadt unter ihre Kontrolle gebracht. Die Menschen sparten zwanghaft Zeit, wurden dabei aber immer gehetzter und unglücklicher. Selbst Gigi, der nun ein berühmter Geschichtenerzähler war, hatte seine Seele an die grauen Herren verkauft.
Kapitel 18. Die Eingeschlossenen müssen sich entschließen
Meister Hora enthüllte Momo den Plan, die grauen Herren zu besiegen. Er würde die Zeit anhalten, wodurch die Zeitdiebe ihre Macht verlieren würden. Momo musste dann mit einer einzigen Stunden-Blume die gefrorene Zeit der Menschen befreien.
Kapitel 21. Das Ende, mit dem etwas Neues beginnt
Als die Zeit stillstand, führte Momo die grauen Herren zu ihrem Versteck. Sie schloss die Tür zu den Zeit-Vorräten, wodurch die Zeitdiebe sich nach und nach auflösten. Die gestohlene Zeit kehrte zu den Menschen zurück.
Davon, daß die Welt für eine Stunde still gestanden hatte, hatten die Menschen nichts bemerkt. Denn es war ja tatsächlich keine Zeit verstrichen zwischen dem Aufhören und dem neuen Beginn.